Self-Made Digital Signage

Alles was Sie für die Umsetzung kleinerer Projekte wissen müssen

Self-Made Digital Signage

Digital Signage Lösungen können je nach Anspruch und Umsetzung des Setups beliebig komplex und damit einhergehend auch unterschiedlich kostenintensiv gestaltet werden. Im Extremfall stehen in der Abwägung eine günstige Variante, wie bspw. eine Display-Lösung mittels USB-Stick, integrierten Systeme inklusive eigenem Server mit permanentem Service gegenüber. Um für jeden Use-Case die passende Lösung zu finden, ist es wichtig, dass man über die grundlegenden Anforderungen und Möglichkeiten Bescheid weiß. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn man entsprechende Lösung Inhouse umsetzen möchte oder einzelne Leistungen einkauft. Das Ziel des Beitrag „Self-Made Digital Signage“ ist es, Ihnen ebd. zu vermitteln.

 

 

 

Disclaimer: Dieser Beitrag soll Ihnen einen grundsätzlichen Überblick über die wesentlichen Anforderungen und Möglichkeiten geben. Der Beitrag soll Ihnen helfen mögliche Fallstricke bzgl. der Umsetzung zu verstehen. Zwar wird in Summe versucht alle Details so umfassend wie möglich zu berücksichtigen, jedoch beschränkt der Inhalt sich auf das Wesentliche. Für weitergehende Informationen sind entsprechend Fachbeiträge verlinkt.

 

 


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Schreiben Sie uns hierzu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an: +49 (0) 7575 53 999 0

 

 


Inhaltsverzeichnis

  1. Zweck
  2. Budget
  3. Konzeption
  4. Exkurs – USB / Raspberry Pi / Google Slides / Open Source Software

 

 

1. Zweck

Zuallererst stellt sich die Frage, wofür Sie eine Digital Signage Lösung benötigen und was darauf abgespielt werden soll. Wir sind der Meinung, dass diese grundlegende Überlegung an erster Stelle stehen muss und diese Sie durch die kommende Konzeption führt.

 

Übersicht möglicher Verwendungszwecke:

  • Kundeninformation
  • Ambientische Inhalte
  • Mitarbeiterinformationen
  • Wegeleitsystem
  • etc.

 

Ausblick: Weitere Informationen zu möglichen Umsetzung finden Sie auf der Unterseite bzgl. den Systemlösungen. Bei der Ausgestaltung ist man grundsätzlich komplett flexibel. Man sollte sich nur im Klaren sein, was man erreichen möchte bzw. wo der Schwerpunkt liegen soll.
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2. Budget

Wenn der Zweck geklärt ist, dann empfehlen wir Ihnen einen groben Budgetrahmen festzulegen. Was hier trivial klingt, ist häufig der Grund warum entsprechende Setups am Ziel vorbeigehen, da man entweder zu klein denkt oder mit zu großen Lösungen daherkommt.

 

  • Kleines Projekt: bis 5000€
  • Mittleres Projekt: 5000-9000€
  • Größeres Projekt: >9000€

 

Ausblick: Das Ziel dieser Analyse soll sein, dass Sie das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen besser abwägen können. Denn, eine Umsetzung ist nur dann rentabel, wenn der Mehrwert das eingesetzte Kapital übersteigt.
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3. Konzeption

Um eine Digital Signage Lösung in die Unternehmensstruktur zu integrieren, bedarf es einer ausführlichen Planung. Die Konzeption selbst dreht sich dabei um mehrere Themen, auf die nachfolgend näher eingegangen werden soll.

 

Hardware

Um für den jeweiligen Einsatzzweck die richtige Hardware zu finden, gibt es eine Vielzahl an Fragen die vorab geklärt werden sollten. Neben grundsätzlichen Anforderungen des Standorts, sollten hier auch die Eigenschaften der jeweiligen Anzeige berücksichtigt werden. Folgende Punkte sind dabei essentiell:

 

  • Welche Größe (m²) hat das Grundstück bzw. der Raum?
  • Wie groß ist der durchschnittliche Abstand zur Anzeige?
  • Wo genau soll das Display platziert werden?
    • Eingang
    • Point-of-Sale (PoS)
    • Kundenstopper
    • Schaufenster
    • Outdoor
  • Wie groß und leuchtstark muss die Anzeige sein?
  • Wie viele Monitore sollen installiert werden? 1 oder mehrere?
  • Ist eine Audioausgabe nötig?
  • Ist ein dafür ausgelegter Elektro Zugang gegeben?
  • Wie gut ist die Internetverbindung?

 

Ausblick: Die oben genannten Punkte sind die Kernfragen, die es unbedingt zu berücksichtigen gilt. Weitergehende Informationen bzgl. der geeigneten Hardware finden Sie in unserem Hardware Guide.

Installation

Wenn der Ort der Positionierung und die einzusetzende Hardware feststehen, stellt sich die Frage nach der Art der Installation. Ähnlich wie bei der Anzeige selbst, gibt es hier eine Vielzahl an Möglichkeiten wie die Anzeige installiert werden kann.

  • Wand- vs. Deckenhalterung
  • offene oder geschlossene Gehäuselösung
  • Passives Gehäuse vs. aktive Klimatisierung
Software

Wenn der Verwendungszwecks als auch die Hardware inkl. der Montage feststehen, so kommen wir im nächsten Schritt zur Bespielung des Geräts. Die Software ist dabei eine der wichtigsten Komponenten. Da das Thema der Software einen eigenen Kosmos darstellt, finden Sie anbei eine Übersicht bzgl. grundsätzlichen Fragen, welche für die Wahl der passenden Software entscheidend sind. Einen ausführlichen Überblick finden Sie in unserem Digital Signage Software Guide.

  • Passive oder interaktive Darstellung?
  • Sind Planungsmöglichkeiten notwendig?
  • Soll der Content bzw. die Playlisten dynamisch steuerbar sein?
  • Ist das Lastenheft vorab bekannt oder soll dies dynamisch entwickelt werden?
Content

Hardware ist wichtig, aber Content ist König. Diesen Satz hört man häufig, wenn man sich mit dem Thema Digital Signage befasst. Bevor man in den laufenden Betrieb übergeht, sollte man sich Gedanken bzgl. des Contents machen, der auf der jeweiligen Anzeige dargestellt werden soll. Nachfolgend haben wir exemplarisch verschiedene Beispiele aufgelistet.

  • Eigenwerbung
  • Fremdwerbung
  • Unterhaltung
  • Mitarbeiterinformation
  • Ambientische Inhalte
  • Allgemeine Informationen

 

Ausblick: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, was auf einem Bildschirm ausgestrahlt werden kann. Dahingehend, dass sich alle Inhalte den Sendeplatz teilen, sollte das Sendekonzept einer entsprechenden Planung zu Grunde liegen. Um Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Anforderungen der Content-Planung zu geben, haben wir diese in einem Fachbeitrag zusammengefasst.

Haftung

Bei Digital Signage Lösungen die in Eigenregie umgesetzt werden, ist das Thema der Haftung zusätzlich zu berücksichtigen. Was im kaufmännischen Kontext normalerweise zum Grundwissen gehört, ist oft der Grund warum die Kosten für Digital Signage Lösung nachträglich explodieren. Wenn man bspw. einzelne Leistungen einkauft, sollte man sich im Klaren sein, dass die verschiedenen Gewerke nur insoweit haften, wie die jeweilige Leistung geht. Da Digital Signage Lösungen meist mit höheren Anschaffungskosten einhergehen und aus einer Vielzahl separater Komponenten bestehen, ist es wichtig, dass die Haftung und Gewährleistung aller relevanten Komponenten auf den Business Case abgestimmt sind. Da dies je nach Umsetzung unterschiedlich komplex sein kann, haben wir die wesentlichen Anforderungen in einem Fachbeitrag zusammengefasst.

 

4. Exkurs – USB / Raspberry Pi / Google Slides / Open Source Software

Bei kleinen Projekten können die Kosten für die Software oftmals abschreckend wirken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Setup, bis auf eine einfache Darstellung eines Sendeloops nicht viel erforderlich ist. Zwar empfehlen wir bei Projekten einer bestimmten Größe immer auf entsprechende Software zu setzen. Nichtsdestotrotz ist es aber auch möglich einfache Setups mit Freeware bzw. Open Source Programmen zu realisieren.

 

Disclaimer: Bei entsprechenden Umsetzungen sollte man sich im Klaren sein, dass diese nur für kleine Setups zu empfehlen sind und relativ schnell an Grenzen kommen, Stichwort Sicherheit und Gewährleistung.

 

USB Stick

Die einfachste Möglichkeit eine Digital Signage Lösung zu realisieren, ist über einen USB-Stick. Voraussetzung hierfür, die verwendete Anzeige (Display / Beamer) sollte das automatische Abspielen von Dateien auf dem USB-Stick unterstützen. Wenn dies gegeben ist, so müssen die Anzeigedateien lediglich auf dem USB-Stick in der erforderlichen Art und Weise gespeichert und dieser mit der Anzeige verbunden werden.

Raspberry Pi / Google Slides

Bei häufigen Aktualisierungen der Anzeige kommt man mit einer USB-Stick Lösung schnell an Grenzen, da das manuelle Aufspielen der Anzeigedateien relativ aufwendig ist. Um hier Abhilfe zu schaffen, kann die Ausspielung über ein Raspberry Pi in Kombination mit Google Slides gesteuert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass man sich mit dem Betriebssystem von Raspberry Pi auskennt (wahlweise das gleichnamige Pi OS). Wenn dies gegeben ist, so kann eine Routine definiert werden über die ein Browserfenster (bspw. Chrome) geöffnet und die URL einer im “Web veröffentlichten” Google-Slide Präsentation aufgerufen wird. Sofern eine stabile Internetverbindung gegeben ist, so können in entsprechenden Use-Cases alle Änderungen zentral in Google-Slide vorgenommen werden.

Open Source Software

Zu guter Letzt ist in diesem Exkurs die Verwendung von Open Source Software zu nennen. Diese ist, wie es der Name schon sagt, Software deren Code öffentlich zugänglich ist. An dieser Stelle gibt es verschiedene Umsetzungen, die mehr oder weniger umfangreich sind (Bsp. Concerto, Screenly OSE, Xibo, etc.). Wichtig hier, Open Source ist nicht mit Freeware zu verwechseln. Je nach Anbieter der Open Source Software können unterschiedliche Kosten anfallen.

 

 

 


Fragen/ Feedback/ Beratung 

Bei offenen Fragen und Feedback stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Sie sind an unseren Leistungen interessiert, dann lassen Sie uns doch gerne einen Termin vereinbaren.

 

Mit freundlichen Grüßen
Das HR Infotainment-Team

HR Infotainment e.K.
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